

Bereits seit über 220 Jahren begeistert das Luzerner Sinfonieorchester sein Publikum in Luzern und weit darüber hinaus. Als ältestes Sinfonieorchester der Schweiz mit Beginn in der Saison 1805/06 hat es nationale und internationale Anerkennung erlangt und pflegt eine kreative Mischung aus Traditionsbewusstsein und Entdeckergeist.
Im Laufe der Jahre hat sich das Orchester dank erstklassiger Musikerinnen und Musiker aus rund 20 Nationen zu einem Klangkörper von internationalem Renommee entwickelt. Regional tief verankert aber international ausgerichtet, vertritt das Luzerner Sinfonieorchester auf internationalen Tourneen die Musikstadt Luzern und ist das Residenzorchester im KKL Luzern.
Für die strategische Entwicklung des Luzerner Sinfonieorchesters war die Orchestervergrösserung matchentscheidend. Sie ermöglichte den künstlerischen Aufschwung und führte zu nationaler und internationaler Anerkennung. Diese Erweiterung wurde rein privat finanziert – ein in Europa einzigartiges Modell – und massgeblich ermöglicht durch die Gründung der Stiftung für das Luzerner Sinfonieorchester und deren Mäzene.
Im Luzerner Theater wirkt es als Opernorchester. Chefdirigent des Luzerner Sinfonieorchesters seit der Saison 2021/22 ist Michael Sanderling. Das Luzerner Sinfonieorchester fördert das zeitgenössische Musikschaffen durch Kompositionsaufträge, unter anderem an William Kentridge, Sofia Gubaidulina, Dieter Ammann, Rodion Shchedrin, Thomas Adès und Wolfgang Rihm. Mit Konzertformaten wie Rising Stars, Lunchkonzerten oder der Vergabe des Arthur Waser Preises setzt es sich für die Förderung von jungen Talenten ein.
Es unterhält eine eigene Orchesterakademie sowie ein umfassendes Musikvermittlungsprogramm, für das es 2018 mit dem «Junge Ohren Preis» ausgezeichnet wurde. Seit 2021 verfügt das Luzerner Sinfonieorchester mit dem Orchesterhaus über einen idealen Ort, der die Funktionen von Heimstätte, Labor, Probesaal und Aufnahmestudio in sich vereint. Neben den – zum Teil öffentlichen – Proben finden hier auch Kammermusikkonzerte sowie zahlreiche Veranstaltungen der Musikvermittlung statt.
Das internationale Profil des Luzerner Sinfonieorchesters spiegelt sich auch in seinen CD- und DVD-Aufnahmen wider. Sony Classical veröffentlichte u.a. die Alben «Rachmaninoff in Lucerne» sowie Beethovens Neunte. Mit Warner Classics wurde 2021 eine langjährige Partnerschaft vereinbart. Hier ist nach dem Brahms-Zyklus, der ein breites positives Echo in der Presse fand, zuletzt ein Album mit den Klavierkonzerten von Grieg und Schumann erschienen, Solistin ist Elisabeth Leonskaja. Im Herbst 2025 wird die Aufnahme zu Fazıl Says Weltpremiere «Mozartve Mevlana» erscheinen.
In der Saison 2025/26 gastieren renommierte Künstlerinnen und Künstler wie Martha Argerich, Hélène Grimaud, Alexandre Kantorow, Lisa Batiashvili, Fatma Said, Anna Vinnitskaya und Gil Shaham.
Seit 2022 organisiert das Luzerner Sinfonieorchester das jährliche internationale Klavierfestival «Le Piano Symphonique» unter der künstlerischen Leitung von Numa Bischof Ullmann. Auch im Januar 2026 dürfen sich Pianofans und Klaviermusik-Enthusiasten wieder auf grossartige Gastsolist/-innen freuen. Das Festival findet vom 12. bis 18. Januar 2026 statt. Schlüsselfigur des Festivals und «Meisterin des schwerelosen Klangs» (NZZ) bleibt weiterhin Martha Argerich als «Pianiste Associée».
Die Leistungen des Luzerner Sinfonieorchesters und namentlich seines Intendanten Numa Bischof Ullmann, der die Entwicklung seit über zwanzig Jahren prägt, wurden im Frühjahr 2023 mit dem Europäischen Kulturpreis yœurope Award ausgezeichnet. Im Oktober 2024 wurde der Vertrag mit dem Chefdirigenten Michael Sanderling vorzeitig um weitere drei Jahre, bis 2029 verlängert. Die internationale Entwicklung des Luzerner Sinfonieorchesters wird wesentlich durch den Michael und Emmy Lou Pieper Fonds gefördert.
Stand Mai 2025



